Sonntag, 30. Oktober 2016

Aus Fremden werden Freunde

Als ich Ende letzten Jahres die Weiterbildung zum Integrationslotsen gemacht hatte, war mir vieles, dass ich dort gehört hatte, wichtig geworden, es weiterzugeben. Seit einem halben Jahr läuft jetzt das Café International, das jeden Dienstagnachmittag in der Freien evangelischen Gemeinde in Celle stattfindet. Wir haben viele Freunde gefunden - aber wir haben auch viel gelernt, was in anderen Kulturen anders läuft. Warum verhält sich dieser oder jener so merkwürdig? Dabei ist es so wichtig sich die kulturellen Unterschiede anzusehen.

Veranstaltung in der Evangelischen Familienbildungsstätte Celle

Mit meiner geschätzten Freundin Anke hatte ich Anfang des Jahres zum Frauenfrühstück über dieses Thema eingeladen. Es kamen 40 Frauen aus allen Ecken Celles und Umgebung, die sich während des Vortrages eifrig Notizen machten. Wir waren überwältigt.
Letzte Woche gab es erneut eine Veranstaltung abends in der Familienbildungsstätte. Diesmal gab es persischen Tee, zubereitet von einem iranischen Freund. 14 Gäste aus fünf Nationen waren zu Gast. Das schönste war eigentlich die Begegnung zwischen einem 80jährigen Ausländer, der schon 60 Jahre in Deutschland lebt und einem 11jährigen Flüchtlingskind. Dem älteren Herrn war das Thema so wichtig, dass er sich zu uns auf den Weg gemacht hat. Er steuerte sogleich auf den Jungen zu und setzte sich zu ihm. Wie ein Großvater zu seinem Enkel! 
Es sind diese besonderen Momente, die unsere Arbeit mit den Geflüchteten so schön machen! 
Wer weiß, vielleicht war das ein wegweisender Moment, an den sich der Junge später noch gerne erinnern wird?